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Segeln unter 3 Sternen

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Das Helga-Cup-Projekt des Segelclubs Haltern hat richtig Fahrt aufgenommen. Seit der Auftaktveranstaltung Anfang August ist aus einer Idee ein Team mit elf festen Seglerinnen geworden. Beim Helga-Cup 2027 in Hamburg will der Verein gleich mit zwei Mannschaften antreten. Intensive Trainingseinheiten, erste Regattaerfolge und eine außergewöhnliche Unterstützung innerhalb des Clubs sorgen für Rückenwind.

Was am 6. August mit einer Auftaktveranstaltung begann, hat sich innerhalb weniger Wochen zu einem sportlichen Gemeinschaftsprojekt entwickelt. Inzwischen gehören elf  Seglerinnen zum Helga-Cup-Team des Segelclubs Haltern (SCH). Damit steht fest: Der Verein wird beim Helga-Cup 2027 in Hamburg mit zwei Mannschaften vertreten sein.

Dabei geht es den Frauen um weit mehr als die Teilnahme an einer Regatta. „Auf dem Weg nach Hamburg wollen wir nicht nur teilnehmen, sondern als Team wachsen, sportlich überzeugen und vor allem Frauen im Segelsport sichtbar machen“, lautet das gemeinsame Ziel.

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Wie ernst es die Seglerinnen damit meinen, zeigt sich vor allem auf dem Wasser. Seit dem Projektstart wird intensiv trainiert. Bei mehreren Trainingseinheiten begleitete Stephan Kunze die Frauen mit dem eBoot, beobachtete ihre Manöver und gab wertvolle Tipps. Wenden, Halsen und das Zusammenspiel der Crew wurden immer wieder geübt. Mit der B/one war zudem ein weiterer Trainingspartner auf dem Wasser, sodass die Seglerinnen auch das direkte Zusammenspiel mit einem anderen Boot trainieren konnten.

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Ein besonderer Glücksfall für das Projekt ist die Möglichkeit, jederzeit die J70 von Annika nutzen zu dürfen. Damit steht den Frauen ein Boot zur Verfügung, auf dem sie regelmäßig trainieren und sich auf die Anforderungen des Helga-Cups vorbereiten können. Und davon machen sie reichlich Gebrauch. Im Club munkelt man inzwischen augenzwinkernd, dass die J70 häufiger auf dem Halterner Stausee unterwegs sei als das Ausflugsschiff „Möwe“.

Mission 1

 

Wie viel das Training bereits gebracht hat, zeigen die ersten Regattaerfolge. Bei der Stadtmeisterschaft im September überquerte die J70-Crew des Helga-Cup-Projekts in allen fünf Wettfahrten als erstes Kielboot die Ziellinie. Aufgrund der Yardstick-Wertung reichte es am Ende knapp nicht zum Gesamtsieg. Dennoch stand ein überzeugender zweiter Platz zu Buche.

Auch bei der Clubmeisterschaft am 19. September bewiesen die Seglerinnen ihr Können. Bei starkem Wind segelte die Crew auf der J70 in allen drei Wettfahrten als Erste durchs Ziel. In der berechneten Kielbootwertung belegten sie erneut den zweiten Platz.

Zusätzliche Erfahrungen sammelten die Frauen bei einem Training auf der Bevertalsperre. Auf Einladung der Seglervereinigung Wuppertal, wo auf zwei J70-Booten trainiert wurde.

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Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die enorme Unterstützung, die das Helga-Cup-Team im Segelclub erfährt. Ob Boardcrew, Landcrew, erfahrene Seglerinnen und Segler, oder engagierte Trainingspartner: Viele Clubmitglieder bringen sich ein, begleiten die Frauen auf dem Wasser, geben ihr Wissen weiter oder helfen im Hintergrund. Diese Bereitschaft, Zeit, Erfahrung und auch Boote zur Verfügung zu stellen, ist alles andere als selbstverständlich. Sie zeigt, wie sehr das Projekt inzwischen im Verein angekommen ist.

Neben den sportlichen Fortschritten wächst auch der Teamgeist. Aus einzelnen Seglerinnen ist eine Gemeinschaft geworden, die sich gegenseitig motiviert und ein gemeinsames Ziel verfolgt. Besonders bemerkenswert: Alle Seglerinnen haben beim  SCH ihre Ausbildung gemacht und den Segelschein erworben. Vom ersten Segelschein über das Training auf dem Bundesligaboot bis hin zur Teilnahme an der weltgrößten Frauenregatta in Hamburg – eine Entwicklung, die zeigt, welche Möglichkeiten der Segelclub Haltern seinen Mitgliedern bietet.

„Wir haben Segel gesetzt und bringen gemeinsam die Ideen und Projekte auf Kurs“, freut sich Bettina Bernau, die das Projekt mit NauTina unterstützt. Dass inzwischen elf Frauen verbindlich dabei sind und der Segelclub Haltern gleich zwei Teams nach Hamburg schicken kann, ist für alle Beteiligten ein besonderer Erfolg.

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Bis zum Helga-Cup 2027 bleibt noch Zeit, um weiter an Technik, Taktik und Teamarbeit zu feilen. Doch schon jetzt zeigt das Projekt, was möglich ist, wenn Begeisterung, sportlicher Ehrgeiz und die Unterstützung eines ganzen Vereins zusammenkommen. Die Seglerinnen wollen in Hamburg nicht nur an den Start gehen, sondern auch zeigen, was sie als Team erreichen können. Und bis dahin dürfte die J70 auf dem Halterner Stausee noch so manche Runde drehen – vielleicht sogar noch häufiger als die Möwe.